Schülermanager*innen 2021/22

Schülermanager*innen 2021/22

Wir sind das Schülermanager-Team 2021/22, sechs junge, musikbegeisterte Schüler*innen und Student*innen. Gemeinsam freuen wir uns darauf, in den nächsten paar Monaten viele mit Sicherheit spannende Einblicke in die Tonhalle-Gesellschaft Zürich zu erhalten, und in Zusammenarbeit mit dem Jugend Sinfonieorchester Zürich am 20. März 2022 ein Konzert zu organisieren und zu gestalten.

Damit ihr uns ein bisschen besser kennenlernen könnt, stellen wir uns hier alle kurz vor und hoffen, dann auch umgekehrt in möglichst vielen Begegnungen mit dem Publikum etwas über die Menschen im Konzertsaal zu erfahren:

Jan Zwahlen (20)

Ich bin Student an der ETH Zürich in Rechnergestützte Wissenschaften, einer Mischung aus Mathematik, Informatik und Physik. In meiner Freizeit beschäftige ich mich jedoch so oft es geht mit Musik. Ich spiele seit 14 Jahren Klavier und singe seit einigen Jahren in verschiedenen Chören. Ich interessiere mich für historische Aufführungspraxis und kam so zum Cembalo- und Clavichordspiel. Wenn ich nicht gerade für das Studium lerne oder Musik mache, gehe ich gerne rennen, biken, schiesse Analogfotos oder schaue einen Film.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Erst nach einigen Jahren Klavierunterricht merkte ich allmählich, dass mich die klassische Musik von allen am meisten anspricht. Da ich aus einer eher unmusikalischen Familie komme, waren für mich das Internet und insbesondere YouTube entscheidend. Nicht selten habe ich in langen Nächten unzählige Gesamtwerkaufnahmen durchgehört und Score Videos gebingewatched.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
«Die Kunst der Fuge». Bach hat mit jedem Contrapunctus eine Welt in sich erschaffen, die sich im Kontext des gesamten Werks zu monumentaler Dimension auftürmen. Doch als Normalsterblicher kann ich lediglich davon träumen, sämtliche Kontrapunkte und kompositorischen Feinheiten angemessen wiederzugeben.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Auf diese Frage muss ich mit Chopin antworten. Auch nach vielen Jahren intensiven Hörens und Spielens ist mir seine Musik immer noch am nächsten. Nach einem guten Essen mit hunderten Fragen über diverse seiner Notentexte würde ich ihm aktuelle Interpretationen seiner Werke zeigen und seine Meinung über diese und unseren heutigen Konzertflügel einholen. Zu guter Letzt würde ich hoffentlich in den Genuss einer ausgiebigen Klaviersoirée kommen!

Zoé Wyttenbach (19)

In meiner Freizeit mache ich am liebsten Musik. Neben der Querflöte spiele ich auch Orgel und singe in den drei Chören meiner Kirchgemeinde. Momentan befinde ich mich in meinem Zwischenjahr. Danach möchte ich gerne Kirchenmusik studieren.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Als ich vor 13 Jahren begonnen habe, Querflöte zu spielen, hatte ich keine Verbindung zur klassischen Musik. Aber immer mehr zog sie mich in ihren Bann. Zu verdanken habe ich das meiner Lehrerin. Sie hat mir mit viel Liebe und Behutsamkeit die spannenden und vor allem so vielen Facetten gezeigt und erklärt. Vor etwa 5 Jahren habe ich begonnen, mich aktiv mit der klassischen Musik auseinanderzusetzen und versuche sie seither täglich ein bisschen besser zu verstehen.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
Es gibt verschiedene Werke, die ich gerne perfekt spielen können würde auf verschiedenen Instrumenten. Bei der Querflöte wären es die «Bozza Fantaisie Italienne» von Ervin Monroe oder die «Sonate für Flöte und Klavier in D op. 94» von Sergej Prokofjew. Auf dem Klavier würde ich gerne die «Mondscheinsonate» von Ludwig van Beethoven spielen und auf der Orgel die «Inferno Fantasie» von Max Reger.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Am liebsten würde ich mich mit Richard Wagner treffen. Ich habe mich während meiner Maturarbeit intensiv mit ihm beschäftigt, an ihn hätte ich viele Fragen.

Anna Magewski (18)

Ich besuche zurzeit die Kantonsschule Hottingen mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht und dem Akzent Entrepreneurship. In meiner Freizeit spiele ich sehr gerne Querflöte. Ab und zu probiere ich gerne exotischere Instrumente aus; momentan befasse ich mich beispielsweise mit einer alten Zither.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Als ich klein war, durfte ich immer die Zeichentrickserie «Little Amadeus» schauen, da ging es um das Leben des jungen Mozart. Auch wenn die Serie nicht wirklich historisch belegt ist (ich war zutiefst schockiert als ich herausgefunden habe, dass es den kleinen Hund von Amadeus aus der Serie nie wirklich gab) war ich wahnsinnig fasziniert von der Musik, die dieser Junge mit seiner Geige gespielt hat. Irgendwann hat mir dann mein Grossvater die Musik vom echten Amadeus gezeigt, das hat mir auch sofort gefallen und von da an wollte ich bei jedem Besuch bei meinen Grosseltern Mozart hören. Zu Weihnachten habe ich dann meine erste Flöte bekommen.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
Ich glaube, das wäre Mozarts Flötenkonzert in G-Dur. Viele Orchester verlangen dieses Werk als Pflichtstück beim Vorspiel, darum denke ich, dass es schon einiges einfacher machen würde, wenn man dieses Stück perfekt spielen könnte.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Wenn er noch leben würde, ganz klar Mozart. Auch wenn ich nichts gegen ein Dinner in der Vergangenheit einzuwenden hätte. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich denke, dass Ludwig van Beethoven wahrscheinlich als Mensch sehr interessant war. Man hört immer so viele Geschichten über ihn, da wüsste ich einfach gerne, wie er wirklich war.

Emilia Reid (17)

Ich gehe in die Kantonsschule RG Rämibühl mit dem Schwerpunkt Spanisch. In meiner Freizeit singe ich und betätige mich auch gerne sportlich. Neben dem Gesang spiele ich auch ein bisschen Klavier, allerdings nehme ich keinen Unterricht mehr, sondern bringe es mir so gut es geht selbst bei. Nach der Schule möchte ich Umweltwissenschaften studieren.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Zur klassischen Musik bin ich hauptsächlich durch meine Eltern gekommen, die beide Musiker im Tonhalle-Orchester Zürich sind. Ich habe als kleines Kind viel Zeit hinter der Bühne verbracht, während sie Proben oder Konzerte hatten. Schon damals hat mir diese Musik sehr gefallen, aber erst jetzt setze ich mich auch mit ihr auseinander.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
Ich würde gerne das Stück «Merry Go Round Of Life» von Joe Hisaishi auf dem Klavier perfekt spielen können. Das Stück ist aus dem Film «Howl’s Moving Castle» und jedes Mal, wenn ich es höre, berührt es mich zutiefst. Es beeindruckt mich sehr, wie viele Emotionen in so einem Stück stecken können.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Ich würde sehr gerne einen Abend mit Mozart verbringen wollen. Allerdings möchte ich den Abend mit ihm als Gleichaltrigen verbringen, da er ja schon sehr früh berühmt wurde und ich denke, wenn wir beide im gleichen Alter wären, würden wir uns besser verstehen und sicherlich auch mehr Gemeinsamkeiten haben. Es interessiert mich, wie er als so junger Mann mit dem Erfolg umgegangen ist, und ausserdem finde ich seine Musik einfach sehr schön.

Florian Frutiger (17)

Im Moment gehe ich an der Alten Kantonsschule in Aarau zur Schule und möchte Architektur studieren, halte mir aber ein Hornstudium offen. Meine Musikbegeisterung lebe ich in mehreren Jugendorchestern aus.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Zur klassischen Musik habe ich aber nicht durch Liebe gefunden, sondern durch mein Elternhaus. Erst war ich kaum beeindruckt, dann in der Oberstufe, sobald ich in Orchestern spielen konnte, plötzlich angefressen.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
Das Horn Concertino von Carl Maria von Weber ist ein unglaubliches Werk, das ich gerne spielen würde.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Ein Date mit Clara Schumann an einem Samstagabend nach einer Aufführung, dabei über Musik sprechen; verlockend. Leider ist sie nicht mehr am Leben und ich wohl nicht in ihrer Zielgruppe. Zudem war sie mit ihrem Mann Robert Schumann wohl besser beraten.

Fiona Boesch (17)

Momentan besuche ich das Maturjahr mit dem Schwerpunkt Musik an der Kanti Küsnacht. In meiner Freizeit singe ich in einem Jugendchor, spiele Trompete und rudere auch ab und zu. Zum Projekt Schülermanager bin ich durch meine Mutter gestossen, welche mir eines Tages einen Link zum Projekt der Schülermanager des Tonhalle-Orchesters Zürich geschickt hat.

1. Wie bist du zur klassischen Musik gekommen?
Bei uns zuhause wurde viel klassische Musik gehört, sei es nach dem Abendessen oder auf längeren Autofahrten. Zu manchen Kompositionen wie z.B. der Zauberflöte von Mozart hatte ich Bilderbücher, welche die Geschichte zur Musik erzählten. Aber am liebsten waren mir schon immer die Konzerte, die ich mit meinen Eltern besuchte und welche mein Interesse und meine Zuneigung zur klassischen Musik auch stärkten.

2. Welches musikalische Werk würdest du gerne perfekt spielen können?
Das Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel. Ich würde mein Instrument unglaublich gerne so gut beherrschen und dieses Stück so spielen können, dass es ganz einfach und mühelos klingt. Wenn ich dieses Konzert höre, stelle ich mir immer vor, wie ich es eines Tages auch spielen kann – das macht mich schon ziemlich glücklich.

3. Welche*n Komponist*in würdest du gerne auf ein Abendessen treffen und wieso?
Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit diesem musikalischen Tausendsassa, welcher unter anderem auch das Dirigieren revolutionierte, würde ich sehr gerne etwas Zeit verbringen. Ich würde ihn fragen, woher er die Ideen für seine gefühlvollen und schönen Kompositionen nimmt und warum er sich nebst dem Komponieren auch dem Dirigieren verschrieben hat. Ich fände es auch schön, wenn er seine Schwester Fanny mitbringen würde.

März 2022
So 20. Mrz
19.30 Uhr

Jugend Sinfonieorchester Zürich

Jugend Sinfonieorchester Zürich Junior Music Partner, David Bruchez-Lalli Leitung, Schülermanager*innen der Tonhalle-Gesellschaft Zürich Moderation Adams, Prokofjew, Márquez
veröffentlicht: 18.11.2021