
Mehr als nur Klanghygiene
In den kommenden Wochen stehen auffallend viele Mozart-Werke auf dem Programm.
Mozart sei für ein Orchester so etwas wie Zähneputzen, «er gehört zur alltäglichen Klanghygiene»: Das sagt der Dirigent Petr Popelka, der im vergangenen November in der Tonhalle Zürich debütiert hat (allerdings nicht mit Mozart). In den kommenden Wochen dürften die musikalischen Zahnärztinnen und Dentalhygieniker nun zufrieden sein: Denn es steht ziemlich viel Mozart auf dem Programm.
Paavo Järvi dirigiert die drei letzten Sinfonien, Isabelle Faust spielt das Violinkonzert Nr. 5, dazu gibt es in drei Konzerten Kammermusik für unterschiedliche Besetzungen. Dabei wird es – anders als beim Zähneputzen – aber zweifellos nicht nur blitzblank zu- und hergehen: Klanghygiene kann bei Mozart auch heissen, die Oberfläche nicht zu polieren, sondern aufzurauen. Da und dort einen Nerv zu treffen. Und das Zusammenspiel so lebendig, intensiv und pfefferminzfrisch zu gestalten, dass es definitiv mehr Spass macht als Zähneputzen.