Hanneslore Hoger (Foto: Carmen Lechtenbrinck)

Literatur und Musik mit Hannelore Hoger

Ihre letzten Liebesworte sowie jene anderer Frauen – ob berühmt oder unbekannt – stellte die Autorin Sibylle Berg zur Anthologie «Und ich dachte, es sei Liebe – Abschiedsbriefe von Frauen» zusammen, gelesen von der Schauspielerin Hannelore Hoger. 

Man sieht es ihnen nicht an. Nicht die Wucht noch die Wut, und schon gar nicht die Macht, das Leben des Adressaten aushebeln zu können: Abschiedsbriefe von Frauen verbergen viel unter dem sauberen Kuvert, der sachlichen Betreffzeile, hinter getippten oder handgeschriebenen Buchstaben, womit sie sich an ihren Leser – und nur ihn allein – richten. Es ist auch Schrift gewordenes Ringen um Contenance.

Kommentiert werden diese Worte – dafür von tiefen Instrumenten, gespielt von fünf Musikern – mit lasziven, auch leidenschaftlich eruptiven Klängen der drei Komponistinnen Sofia Gubaidulina, Galina Ustwolskaja und Dabrinka Tabakova.

veröffentlicht: 10.10.2019

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