Das sind die Finalisten
146 Kompositionen aus 36 Ländern wurden für den diesjährigen IFMW eingereicht – drei davon werden am 1. Oktober live gespielt.
Die diesjährige Aufgabe des IFMW war es, den neunminütigen Kurzfilm «The Shyness of Trees» von Sofiia Chuikovska, Loïck Du Plessis D'Argentré, Lina Han, Simin He, Jiaxin Huang, Maud Le Bras und Bingqing Shu neu für ein Sinfonieorchester zu vertonen. In einem anonymen Auswahlverfahren kürte die Jury um Oscarpreisträger Gabriel Yared drei Finalisten. Diese studieren ihre Kompositionen nun gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich ein und bringen sie am Gala-Abend «Cinema in Concert» unter der musikalischen Leitung von Frank Strobel zur Uraufführung.
Und dies sind die Finalisten:
Brendan Galvin
Brendan Galvin ist ein amerikanischer Filmkomponist, der derzeit in Wellington (Neuseeland) lebt. Nach Abschluss seines Masterstudiums an der Victoria University of Wellington im Jahr 2025 vertonte er seinen ersten unabhängigen neuseeländischen Spielfilm. Zuvor arbeitete er für den renommierten Komponisten David Long im Studio The Swearing Room. Die Zusammenarbeit mit Long erwies sich als prägendes Kapitel und als die grösste Erfahrung seiner Zeit in Neuseeland, da das Studio damals an Produktionen wie «The Lord of the Rings: The War of the Rohirrim», «Secrets At Red Rocks» und «The Choir Games» arbeitete.
Bevor er seinen Schwerpunkt auf die Komposition verlagerte, erwarb Brendan einen Bachelor of Music in Trompete am San Francisco Conservatory of Music, wo er bei Mario Guarneri studierte, dessen Herangehensweise an Musik und Leben einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterliess.
Carl Falkenau Löfvenhamn
Carl Falkenau, dreifacher Nominierter des Internationalen Filmmusikwettbewerbs mit schwedisch-deutsch-persischen Wurzeln, entdeckte seine Leidenschaft für Musik und begann im Alter von vier Jahren in seiner Heimatstadt Falun mit dem Klavierunterricht. Nach Erhalt des Hugo-Alfvén-Stipendiums für Klavier und Komposition schloss er 2006 sein Studium an der Königlichen Musikhochschule Stockholm ab. Seither hat er ein bemerkenswert vielseitiges Werk geschaffen, von klassischer Kammer- und Sinfoniemusik über Musik für Bildungsmedien und cineastische Metal-Veröffentlichungen bis hin zu Broadcast-Imaging, begleitet von seiner fortlaufenden Tätigkeit als Klavierlehrer für klassische Musik. 2024 wurde er mit zwei bedeutenden Stipendien für die Fertigstellung von Missa Cruciatis ausgezeichnet, einer eindrucksvollen achtsätzigen Messe für Solisten, Chor und Orchester, die den Opfern des Krieges gewidmet ist.
Semin Son
Semin Son studiert derzeit Komposition an der Seoul National University. Ursprünglich in klassischer Komposition ausgebildet, wandte er sich später der Filmmusik zu, fasziniert von der einzigartigen Fähigkeit der Musik, Narrativ und Emotion auf der Leinwand zu formen. Er wurde als Finalist des Berlin International Film Scoring Competition (BIFSC) 2026 ausgewählt und entwickelt als aufstrebender Komponist für Film und visuelle Medien kontinuierlich seine künstlerische Stimme weiter.
Schärfere Prüfung auf Urheberrechtsverletzungen
Die Gewinnerkomposition des letztjährigen Wettbewerbs musste nachträglich disqualifiziert werden, da sie sich zu wenig von bestehenden, geschützten Werken abgrenzte. Die beteiligten Institutionen haben dies ernst genommen und gemeinsam Massnahmen erarbeitet: Eingereichte Kompositionen werden neu zusätzlich über spezialisierte, von Musikwissenschaftlern und der SUISA empfohlene Online-Dienste auf urheberrechtliche Auffälligkeiten geprüft.
Billette
Die Billette für den 14. Internationalen Filmmusikwettbewerb vom 1. Oktober 2026 sind bereits im Vorverkauf.
