TOZintermezzo mit Michael Elsener

Sexy, frech und unkonventionell trifft auf Max Bruchs «Schottische Fantasie»

Michael Elsener ist gemäss Medien «DER Shooting-Star der Schweizer Kabarettszene» und einer der grössten Stars der Comedy-Szene. Er ist regelmässig im Schweizer Fernsehen und Radio zu sehen und zu hören, tourt international und hat diverse Preise abgeräumt. Ab dieser Saison tritt er in der Konzertreihe TOZintermezzo auf. Wir haben uns mit ihm über klassische Musik, Langeweile und Katzen unterhalten.

Michael Elsener (Foto: Alexandra Wey)

Michael Elsener, Sie sind studierter Politikwissenschafter – was dachten Sie zu Beginn Ihres Studiums, was Sie heute beruflich machen würden?
Es war immer mein Wunsch, das in meinem Leben machen zu können, was ich wirklich möchte, also meiner Passion, der Comedy, zu folgen. Neben dem Studium habe ich auch als Journalist gearbeitet. Von daher hätte es auch anders kommen können – und ich wäre jetzt arbeitslos.

Medien bezeichnen Sie als «sexy, frech und unkonventionell». Attribute, die das Tonhalle-Orchester Zürich höchst selten zu hören bekommt. Was ist ihre Beziehung zur klassischen Musik?
Das steht Ihnen doch frei! Sie können Schostakowitschs Jazz Suite ja auch mal im Badekleid aufführen. – Ich selber spiele Saxofon, daher fühle ich mich im Jazz und Funk zu Hause. Während meines Studiums habe ich immer am Sonntag Klassiktag gemacht. Es lief keine andere Musik ausser Klassik. Das hat mir diese Welt näher gebracht.

Ganz ehrlich: Langweilen Sie sich manchmal in klassischen Konzerten?
Natürlich. Ich glaube es gibt niemanden, der bei einem klassischen Konzert nicht schon nahe am Einnicken war. – Aber das finde ich völlig okay. Zuerst aufmerksam zuhören und wenn einem die Musik derart entspannt, ein kleines Nickerchen machen, das fühlt sich doch gut an. Hauptsache man schnarcht im Takt.

Was tun Sie, wenn Sie sich langweilen?
Tagträumen. Das mag ich total. Aber nicht nur im Konzert. Auch bei langweiligen Vorträgen. Ich schaue ab und zu die Tagespresse durch und setz mich dann in irgendeinen Vortrag rein zu einem Thema, das mich nicht interessiert. Wie etwa «Wie halte ich meine Gartenschildkröte richtig?». Da kann ich wunderbar an neuen Nummern rumstudieren.

Sie folgen auf Hazel Brugger – was darf das Publikum in den Konzerten mit Ihnen erwarten?
Ich werde schauen, dass ich den Zuschauern einen neuen Blick auf die Welt der Klassik geben kann. Zum Beispiel würde ich gerne über die Probleme reden, die Katzen mit Klassischer Musik haben.

Dezember 2017
14.
Do
18H30
Lionel Bringuier Leitung, Ray Chen Violine, Michael Elsener Comedian Bruch
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